DER ERFOLG VON TECNOTION IST ZUM TEIL AUF DIE WURZELN VON PHILIPS UND ASML ZURÜCKZUFÜHREN

„MITTLERWEILE SIND WIR AUS EIGENER KRAFT ZUM TECHNOLOGIE-MARKTFÜHRER GEWORDEN“

Tecnotion, spezialisiert auf die Produktion und kundenspezifische Anpassung von High-Tech-Direktantriebsmotoren, wird sich bald für einen neuen Produktionsstandort in Osteuropa entscheiden. Damit möchte das Unternehmen seine Strategie „Lokal verkaufen, lokal produzieren“ umsetzen und auch für das erwartete Wachstum in führenden Märkten gerüstet sein. Einen wichtigen Beitrag dazu wird auch der neue Hauptsitz in den Niederlanden leisten, der im zweiten Quartal 2024 in Betrieb genommen werden soll.
Die Ambition ist unverkennbar: der technologische Marktführer für Direktantriebsmotoren durch Herstellung der besten Linear- und Torquemotoren auf dem Markt zu bleiben. Eine wichtige Kompetenz ist das motortechnische Know-How des Unternehmens. „Während Wettbewerber dazu neigen, sich auf Systeme zu konzentrieren, konzentrieren wir uns ausschließlich auf den Motor. Hier sind wir wirklich einzigartig und ein Lieferant für Unternehmen, die ihre eigenen Systeme bauen“, erklärt Bob Jonker, CEO bei Tecnotion. „Unsere Kunden bauen ihre Anwendung mit dem besten Motor, der besten Steuerung und der besten Führung.“ Damit meint er Unternehmen aus der Halbleiterindustrie und verwandten Märkten, etwa der Batterie- und Displayherstellung. „Auch auf dem Werkzeugmaschinenmarkt besteht oft ein Bedarf an besonderen Motoren, und da passt unsere Strategie gut.“

KEEP BUILDING
Laut Jonker hat sich Tecnotion in Märkten, die in den kommenden Jahren voraussichtlich wachsen werden, gut positioniert. „Die Halbleiterindustrie beispielsweise hat ein durchschnittliches jährliches Wachstumspotenzial von 10 Prozent. Der einzige Nachteil besteht darin, dass es in der Regel schubweise kommt, also 30 Prozent in einem Jahr und dann kein Wachstum im nächsten. Aufgrund der Markt- und Produktexpansion von Tecnotion führen Rückgänge im Halbleiterbereich nicht zu einer Umstrukturierung, sondern zu einer Stabilisierung der Organisation. Das bedeutet, dass wir weiterhin gemeinsam die Zukunft gestalten können.“ Insgesamt beschäftigt Tecnotion 450 Mitarbeiter, 250 davon arbeiten am Hauptsitz in Almelo. Neben Produktionsstandorten in Almelo und China hat das Unternehmen Vertriebsniederlassungen in den USA, Südkorea, China, den Niederlanden, Deutschland und Polen. Ende diesen Jahres wird Tecnotion außerdem einen neuen, eigenen Produktionsstandort in Osteuropa für Produkte eröffnen, die viel Handarbeit erfordern. „So können wir weiterhin den asiatischen Markt von China aus und die europäischen und amerikanischen Märkte von Europa aus bedienen.“

PRODUKTERWEITERUNG
Mittlerweile wird das Portfolio von Tecnotion durch die Entwicklung neuer Technologien für Direktantriebsmotoren kontinuierlich erweitert. So setzt das Unternehmen beispielsweise voll auf die Weiterentwicklung von Linear-, Vakuum- und Torquemotoren. „Linear- und Vakuummotoren werden typischerweise in der Halbleiterindustrie eingesetzt. Torquemotoren sind auf dem Werkzeugmaschinenmarkt häufiger anzutreffen. Für diesen Markt entwickeln wir derzeit sehr große Torquemotoren, um den Kundenbedürfnissen noch besser gerecht zu werden“, sagt Jonker. „Sehr oft ist unser Wissen über Motortechnologie und -anwendung für unsere Kunden entscheidend.“ Darüber hinaus hat Tecnotion kürzlich die zweite Generation (G2) von Vakuummotoren vorgestellt. „Wer technologisch Marktführer sein will, muss durch neue Technologien etwas bewirken, deshalb haben wir stark in die Entwicklung von Vakuummotoren investiert.“ Der bestehende Hauptsitz in Almelo, den Tecnotion 2015 bezogen hat um auf Wachstum vorbereitet zu sein, erweist sich nun als zu klein. „Wir mieten derzeit vier weitere Gebäude an und lassen neue Räumlichkeiten bauen, mit einem echten High-End-Reinraum und weiteren Produktionsanlagen.“ Dies bietet mehr Möglichkeiten, weiterhin kundenspezifische Motoren für Großkunden wie ASML zu entwickeln.“

TECHNOLOGIEPUSH VON ASML
Das Streben nach technologischer Marktführerschaft scheint genetisch bedingt zu sein. „Vor über dreißig Jahren sind wir bei Philips entstanden, und als wir vor 25 Jahren verkauft wurden, erhielten wir das Wissen und die Möglichkeiten, uns unter den Fittichen von ASML weiterzuentwickeln. Wenn Sie ein Technologiemarktführer sein wollen, gibt es nichts Besseres, als den Technologieschub von ASML.“ Dieser Schub hat sich inzwischen auf QLTCS (Qualität, Logistik, Technologie, Kosten und Nachhaltigkeit) ausgeweitet. „Dadurch werden wir in der gesamten Organisation gefordert, was gut für die Entwicklung unseres Unternehmens ist“, sagt Jonker. „Es ist kein Einbahnverkehr mehr und wir können ASML jetzt mit unserem Wissen und unserer Expertise wirklich behilflich sein. Darüber hinaus liefern wir mittlerweile weltweit unsere eigenen Direktantriebsmotoren und haben es aus eigener Kraft geschafft, die Marktführerschaft zu erringen.“

 

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